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Issa Camara,  fon  06253 - 9474148, mobil 01577 376 4161,

Rothenklingenweg 8,  64668 Rimbach-Zotzenbach,

12 km von Weinheim, Ortseingang erste Straße rechts

 



 

Ein wolof Kinderlied:

tanke - locho - noppe - bakken - bât - bit - gemin

Wie in vielen Ländern der Welt lernen Kinder wichtige Schlüsselworte, wie hier die Bezeichnung für Bein - Arm - Ohr - Nase - Hals - Augen - Mund durch spielerische Lieder, Reime, Verse, Interaktionen. So auch im Senegal.

Die Verkehrssprache im Senegal ist wolof, die Amtssprache ist französisch (ehemals Kolonialstaat von Frankreich, Insel Gorée die Insel, von der die versklavten Menschen verschifft wurden).
 

Sprache verrät uns viel über Tradtion, Kultur und Vergesellschaftung einer Bevölkerung - hier ein Auszug aus Wikipedia:

Wolof wurde seit dem 11. Jahrhundert, seit Beginn der Islamisierung, zunächst in arabischen Buchstaben geschrieben. Zahlreiche Gedichte und religiöse Schriften sind in arabischer Schrift überliefert und sie ist auch heute noch im muslimischen Kontext in Gebrauch. In der Regel wird Wolof heute jedoch mit den Buchstaben des lateinischen Alphabets geschrieben. Hierfür wurde vom Sprachinstitut Centre de linguistique appliquée de Dakar (CLAD) eine Standard-Orthographie entwickelt, die seit den 70er Jahren offiziell ist. Zuletzt wurde sie 2005 von staatlicher Seite erneut bestätigt.[1] Allerdings findet man im alltäglichen Gebrauch auch immer wieder an die französische Rechtschreibung angelehnte Schreibweisen. So konnte man beispielsweise schon auf einem Werbeplakat lesen: Thiafka bou mat seuk „Vollendeter Geschmack“, was in offizieller Orthographie eigentlich Cafka bu mat sëkk hätte sein müssen.

Die Aussprache der Buchstaben entspricht im Allgemeinen denen der deutschen Lautwerte. Das r wird aber nicht wie im Deutschen oder Französischen als Rachen-R, sondern als Zungenspitzen-R gesprochen, ähnlich wie im Italienischen oder Spanischen. Der Buchstabe x wird wie die deutsche Buchstabenkombination ch in Bach ausgesprochen.

Im Wolof spielen Zeiten wie Präsens (Gegenwart), Präteritum (Vergangenheit) und Futur (Zukunft) eine untergeordnete Rolle. Dagegen ist der Aspekt einer Handlung aus Sicht des Sprechers von entscheidender Bedeutung. Der wichtigste Aspekt ist, ob eine Handlung aus Sicht des Sprechers abgeschlossen oder noch nicht abgeschlossen ist, unabhängig davon, ob sie in der Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft stattfindet. Andere Aspekte sind, ob eine Handlung regelmäßig stattfindet, ob eine Handlung ganz bestimmt eintritt bzw. eingetreten ist, ob eine Handlung mehr das Subjekt, Prädikat oder Objekt eines Satzes betonen möchte, etc. Folglich wird also nicht nach Zeiten, sondern nach Aspekten konjugiert. Dennoch hat sich für die zu konjugierenden Personalpronomen der Begriff Temporalpronomen (Zeit-Fürwörter) eingebürgert; passender wäre wohl die Bezeichnung Aspektpronomen.

 


Fehlendes Genus (Geschlecht)

Grammatikalisch unterscheidet Wolof nicht zwischen maskulin (männlich), feminin (weiblich) und neutrum (sächlich). Beispiel: bi kann je nach Übersetzung „der“, „die“ oder „das“ bedeuten. Mu ngi dem kann je nach Übersetzung „er geht“, „sie geht“ oder „es geht“ bedeuten. Allerdings erfüllt die im vorherigen Abschnitt behandelte Artikelvielfalt/Klasseneinteilung zum Teil ähnliche Funktionen wie bei uns das grammatische Geschlecht.

Fünfer-Zahlensystem

Das Wolof-Zahlensystem ist auf der Basis der Zahlen „5“ und „10“ aufgebaut. Beispiel: benn „eins“, juróom „fünf“, juróom-benn „sechs“, fukk „zehn“, fukk ak juróom-benn „sechzehn“.

 

0 tus / neen / zéro (französisch) / sero / dara („nichts“)
1 benn
2 ñaar/yaar
3 ñett/ñatt/yett/yatt
4 ñeent/ñenent
5 juróom


Wolof für die KOMMUNIKATION

 zum Weiterlernen empfehlen wir:

 

Wolof für den Senegal Kauderwelsch Reise KNOW-HOW Verlag

 Ein erster Dialog

 Salaam alekum! - Guten Tag

Maalekum salaam! - Guten Tag (Antwort)

Na nga def? - Wie geht's?

Nangiy fi. - Es geht gut. (Antwort)

Naka waa kër gi? - Wie geht's der Familie?

Ñunga fa. - Es geht ihr gut.

Naka sa jabar / jëkkër? - Wie geht's Ihrer Frau / Ihrem Ehemann?

Munga fa. - Es geht ihr / ihm gut

Naka nga fanaane? - Wie haben Sie übernachtet? (morgens)

 Schlüsselworte:  

Egsil ak jàmm. - Herzlich willkommen.

 

Jërajëf. - Danke.

Jàmm rekk. - In Frieden.

Déedéet. - Nein.

Baal ma! - Entschuldigung!

Grawul! - Macht nichts!

Waaw. - Ja.

Ba suba! - Bis morgen!

Ba beneen (yoon) - Auf Wiedersehen!

Insch'alla! - So Gott will!

Eine Filmauswahl senegalesischer Filme:

Kaddu Beykat – lettre paysanne, Nachrichten aus dem Dorf

Senegal 1975, R: Safi Faye, 95 min, OmU (wolof), mit Maguette Gueye, Assane Faye, Zu Gast: Safi Faye

Safi Faye ist die erste Frau Senegals, die Filme dreht. In Kaddu Beykat (1975) schildert sie die sozialen Verhältnisse in einem senegalesischen Dorf von innen heraus. In einer sensiblen, authentischen Weise zeigt sie die Folgen der Erdnussmonokultur, die es für die Bauern unmöglich macht, in ihren Dörfern zu überleben.»Mit dem Erzählen der Geschichte eines Jungen, der in die Stadt zieht, weil er zu Hause im Dorf keine Beschäftigung findet, aber nach allen Enttäuschungen mit dem Stadtleben doch wieder aufs Land zurückkehrt, soll allgemein auf die Bedeutung der Landwirtschaft im Entwicklungsprozess Afrikas aufmerksam gemacht werden. Sie spielt in der Ökonomie unseres Landes eine entscheidende Rolle. Der Teufelskreis von Trockenheit, Hunger und Landflucht ist durch das Prinzip der Monokulturen verursacht, einem Restbestand aus der kolonialen Vergangenheit.« (Safi Faye) 

Yoole– das Opfer

Senegal 2011, R: Moussa Sene Absa, 75 Min., Digital, OmU. Dokumentarfilm.

Im April 2006 wurde ein kleines Geisterboot entdeckt, dass ziellos vor der östlichen Küste Barbados trieb. Erst später stellte sich heraus, dass darin 11 Leichen von jungen Senegalesen trieben, die ihr Land ungefähr vier Monate vorher Richtung Europa verlassen hatten. Für Moussa Senbe Absa, der zu der Zeit in Barbados an der Universität lehrte, der Anlass in seine Heimat zu reisen, um mehr über die Träume und Ambitionen der Männer herauszu- finden, die an Bord des Bootes umge- kommen waren. Die Interviews mit dort Lebenden und Hinterbliebenen unterschneidet er mit Archivmaterial einer Parteikonferenz mit dem senegalesischen Präsidenten Abdoulaye Wade sowie mit Musik und Gedichten einer protestierenden Jugend. Durch die Vielfalt an Rhythmen und Stilen entwickelt der Regisseur eine ganz eigene erzählerische Methode, die individuelle Geschichten mit der sozial-politischen Situation verbindet und sich zugleich als bedrückende Anklage gegen die Politik im Senegal und in Europa richtet, die Menschen ihrer Lebensperspektive beraubt.

Mossane

Senegal/Frankreich/Deutschland 1996, R: Safi Faye, 105 Min.,

35 mm, OmU, D: Magou Seck, Isseu Niang, Moustapha Yade

Mossane ist schön. Sie ist so schön, dass sich selbst ihr Bruder Ngor in sie verliebt. Mossane wird aber Diogoye versprochen, einem in Frank-reich lebenden Emigranten, den Mossane durch eine Fotographie kennt. Doch Mossane liebt den mittellosen Studenten Fara und ist nicht bereit, sich dem Beschluss der Familie zu unterwerfen. War das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter bisher von Verständnis und Harmonie geprägt, so entwickelt sich nun eine erbitterte Rivalität. Ihrer Mutter gegenüber zum absoluten Gehorsam verpflichtet, erscheint Mossanes Widerstand nicht nur als Bedrohung der Familienehre, sondern stellt das überkom-mene traditionsgebundene Wertesystem überhaupt in Frage …

 


LA PIROGUE (DVD)

Frankreich/Senegal/Deutschland 2012. R: Moussa Touré
D: Souleymane Seye Ndiaye, Laity Fall, Malamine Dramé. 87 Min. DCP. OmU

In einem Dorf in der Nähe von Dakar träumt der Fischer Baye Laye von einem besseren Leben für seine Familie. Er nimmt den Auftrag an, mit seinem Kutter 30 Flüchtlinge über den Atlantik zu schleusen. Es entfaltet sich ein tiefgreifendes menschliches Drama.

Bezugsadresse zu finden unter: http://www.africa-alive.de

 


 



Issa Camara | camaradanceanddrum@t-online.de